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Viele Wege führen nach Rom, aber wir wollen natürlich auch keine Eulen nach Athen tragen! Es gibt mindestens soviel Rohrbautechniken wie Fagottisten und alle diese Musiker sind ständig auf der Suche nach neuen Ideen wie sie ihr Material verbessern können. Deshalb möchte Ihnen Pro Reeds mit seinen Tipps & Tricks gerne zur Seite stehen. Erfahrene Rohrbauer werden vieles schon kennen, aber wir hoffen, das auch Sie das eine oder andere "Schmankerl" finden! Aufbewahrung siehe Stichwort Lagerung Rohre sind ein empfindliches Gut, deshalb sollten sie nie längere Zeit unter direkter Sonneneinstrahlung gelagert werden. Im Gegensatz dazu ist es durchaus sinnvoll Stangenholz, das noch leicht grünlich ist in der Sonne nachreifen zu lassen. Das wichtigste Kriterium für gute Rohrschachteln ist die Luftzirkulation. Bei einer mangelhaften Belüftung kommt es leicht zu Staunässe oder Schimmelbildung. Ausreiben Unabhängig davon ob Sie den Schaft naß oder trocken ausreiben, empfiehlt es sich mit einer Minibürste den Schaft von Spänen zu reinigen, da dies zu einer Verringerung der Nebengeräusche führt. Ausreiber (Spiral oder Diamant), Rohrblattbau-Werkzeuge und die Minibürste erhalten Sie bei uns. Einspielen der Rohre Wir empfehlen
unsere Rohre nach Erhalt nach und nach einzuspielen und vor dem ersten Spielen
etwa 5 - 10 Minuten zu wässern. Am ersten Tag sollten sie nicht länger
als etwa 30 Minuten gespielt werden. Die Einspielzeit kann auch durch mehrmalige
"Wässern-Trocknen" Zyklen (3 Min wässern / 6 Std trocknen) verkürzt
oder verbessert werden. Grifftabelle Ein kleines Grifftabellen-Programm speziell für PDAs bietet der Hersteller PocketMusician. Mehr Info unter Lagerung Bei diesem Thema
geht es nicht nur um die Art der Aufbewahrung, sondern auch um die
Dauer. Die genannten Zeiten sind Anhaltspunkte. Messer Stumpfe Messer
machen befriedigende Ergebnisse im Rohrbau unmöglich. Gute Messer
im Fachhandel zu erwerben ist relativ unproblematisch, sie aber
ständig scharf zu halten für viele Fagottisten schwierig.
Unsachgemäßes Schleifen kann wertvolles Rohrbauwerkzeug
bis zur Unbrauchbarkeit beschädigen. Unser Tipp: Lassen Sie
Ihre Messer im Fachhandel (Scheren und Messergeschäfte bieten diesen
Service auch für ungewöhnliche Schliffe) etwa alle halbe
Jahre schleifen. Der erzeugte Grad hält sehr lange, wenn Sie
zum Nachschärfen einen handelsüblichen Abziehstein verwenden
(synthetisch, "Arkansas Stein" oder "Belgische Brocken", Körnung 6000
- 8000). Je nach Stein mit Wasser oder Schleiföl! |
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S-Bogen S-Bögen
können am Rohr-Aufsteckende im Durchmesser sehr voneinander differieren.
Das führt zu einem sehr unterschiedlich weiten Sitz der Rohre auf den
S-Bögen, welcher infolge dessen die Intonation sehr beeinflusst. Die
große Streuung der |
Schleifpapier Es sollte auf jeden Fall wasserfest sein und in verschiedenen Körnungenen zur Auswahl stehen. Feine Schleifpapiere eignen sich auch zur inwendigen Bearbeitung des Ansprachebereichs. Trockenzeiten Für den Fall, daß Sie "angespitzte Rohre" bestellen: Lassen Sie sich beim Anspitzen und Schaben an der Bahn Zeit! Eilig zusammen geschusterte Rohre bringen nur in seltenstem Fall Freude. Unbrauchbare Rohre entstehen auch, wenn durch mangelnde Geduld das Rohr nicht zur Ruhe kommt und der zweite Schritt vor dem ersten gemacht wird. Zum Probieren der Rohre müssen, wie jedem Fagottisten bekannt, die Rohre erst gewässert werden. Der volle Umfang der Veränderung der Spiel- und/oder Klangeigenschaften durch das Schaben tritt aber erst ein, nachdem das Rohr wieder fast vollständig getrocknet ist! In der Regel ist eine Trocknungszeit von 24 Stunden zwischen den verschiedenen Bearbeitungsschritten beim Schaben ausreichend. Wässern Unser Rat: Wässern Sie die Rohre vor dem ersten Gebrauch fünf Minuten. Danach sollte die erste Zwinge nicht zu fest anliegen, sie darf durchaus noch etwas Spiel haben. Nur wenn sie jetzt immer noch spürbar locker sitzt, kann die Zwinge ganz leicht nachgezogen werden, ohne das Rohr einzuschnüren. Es kann vorkommen, daß Rohre in der heißen Jahreszeit oder in der Heizperiode wegen geringer Luftfeuchtigkeit sehr austrocknen. In solchen Fällen empfehlen wir die Rohre 20 bis 30 Minuten zu wässern und anschließend, eventuell über Nacht, wieder trocknen zu lassen. Dabei sollte die Luftzirkulation jedoch gewährleistet sein, um einen Feuchtigkeitsstau zu vermeiden. Danach nochmal 1 - 3 Minuten, je nach Gewohnheit oder Vorliebe, ins Wasser, und die Rohre sind spielbereit. Zwinge Eine zu stramm angezogene erste Zwinge beeinträchtigt die Schwingungsfähigkeit des Rohres erheblich! Unserer Erfahrung nach sollte die erste Zwinge, nachdem die Puppe getrocknet ist, nicht mehr nachgezogen werden. In der Regel ist der Zwingensitz nach dem Quellen angemessen, d.h. die Zwinge liegt mit minimalem Spiel an. (siehe auch Wässern) |
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